In the Press

Saturday
01Aug2009

Ein Falke, der Respekt verdient 

Erschienen in ORF ON Science - 27.Juli, 2009


Anfang Juli ist der ehemalige US-Außenminister Robert Mcnamara im Alter von 93 Jahren gestorben. Der Historiker Günter Bischof würdigt ihn in einem Gastbeitrag für science.ORF.at als einen "Falken des Vietnamkriegs", der sich später als einzigartig selbstkritisch und reflektiert gezeigt hat.

Robert Mcnamara
Von Günter Bischof


Bild: AP


Robert Mcnamara war eine der schillerndsten Figuren Amerikas während des Kalten Krieges. In Berkeley und Harvard ausgebildet, unterrichtet er an der Harvard Business School und diente dann in der amerikanischen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Danach stieg er zum Chef der Ford Motor Company auf. Er kam nach Washington in der Kohorte der "best and brightest" (D. Halberstam) und diente den Präsidenten John F. Kennedy und Lyndon Johnson (1961-1968) als Verteidigungsminister. Danach wurde er zum Chef der Weltbank berufen (1968-1981), wo er sich einen Namen machte, indem er das Kreditvolume für Dritte Weltländer merklich erhöhte.

-> Robert Mcnamara (Spartacus Educational)

Manager von Konflikten

Der hochintelligente McNamara glaubte, dass jeder Konflikt gemanagt werden konnte. In der Air Force und bei Ford hatte er gelernt, dass Probleme mit genauen statistischen Analysen gelöst werden konnten. Das sollte auch im riesigen Verwaltungsapparat des Pentagon möglich sein.

Er brachte eine Gruppe von quantitativen Analysten als Problemlöser (die "whiz kids") mit ins Pentagon. Dort machten sie sich daran, die Vergeudung von Steuergeldern in verschwenderischen Verteidigungsprogrammen einzubremsen.


Gegen nukleare Präventivschläge


McNamaras vielleicht größte Leistung kam in der Eindämmung der Pentagon-Generäle, die die gefährliche Krise während des Kalten Krieges immer wieder mit dem Einsatz von Kernwaffen lösen wollten (von Stanley Kubrick im Film "Dr. Strangelove" popularisiert). Im Amt fand McNamara geheime Pentagonpläne, die Sowjetunion mit einem nuklearen Präventivschlag auszulöschen.

Solche Pläne existierten bereits seit dem Beginn der nuklearen Ära und Präsident Dwight D. Eisenhower hatte schon seine liebe Not, die Finger der Generäle vom nuklearen Drücker zu nehmen. McNamara stellte sich gegen seine militärischen Berater, die die kubanische Raketenkrise und die Berlinkrise mit dem Einsatz von Atomwaffen lösen wollten. Seine Rolle als "Falke" in der Eindämmung der nuklearen "Falken" im Pentagon, stellt vielleicht seine wichtigste historische Leistung dar.


Falke in Vietnam

Im wachsenden amerikanischen Engagement in Indochina hingegen, spielte McNamara den Falken. Seine Rolle in der amerikanischen Eskalation im Vietnamkrieg wird von Historikern und Veteranen immer noch als hochkontrovers angesehen. McNamara, Außenminister Dean Rusk und der nationale Sicherheitsberater McGeorge Bundy waren die Hauptakteure in der Ausweitung des militärischen Engagements der USA in Vietnam.

Mit dem massiven amerikanischen Militäreinsatz wollten sie die Ausbreitung des Kommunismus in Indochina eindämmen, die amerikanische Glaubwürdigkeit als Alliierter retten sowie die Beschwichtigung kommunistischer Diktatoren verhindern.

 -> Vietnam War Bibliography: The Pentagon Papers

Kritik kostete ihm das Amt

Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wollte Washington unbedingt die Unterstützung von Alliierten wie Ngo Dinh Diem, dem Staatschef Südvietnams, unter Beweis stellen. Im Laufe des Jahres 1967 wurde McNamara immer skeptischer gegenüber der amerikanischen Eskalation in Vietnam. Die Strategie des Suchens und Auslöschens ("search and destroy") des Feindes wurde zunehmend kontraproduktiv, da auch tausende junger amerikanischer GIs in den Dschungeln von Vietnam ihr Leben verloren. Mit ihrer halbherzigen Strategie blieben die USA zusehends in einem tiefen Sumpf stecken und kamen nicht mehr raus.

McNamara gab bei seinen Mitarbeitern im Pentagon eine "top-secret" Studie in Auftrag, die historischen Rahmenbedingungen des amerikanischen Vietnam-Engagements zu untersuchen.

Auf Grund dieser Studie begann McNamara seine Zweifel an einer weiteren Eskalation des Krieges zu formulieren. Er riet auch Präsident Johnson von einer Ausdehnung des amerikanischen Engagements nach der Tet-Offsenive im Februar 1968 abzusehen. McNamaras "inside" Kritik von Johnsons Vietnampolitik kostete ihm dann Anfang 1968 auch den Job als Verteidigungsminister.

-> Background to the Crisis


Öffentlichkeit hinters Licht geführt


1971 wurde McNamaras Materialsammlung an die New York Times "geleakt" und als die "Pentagon Papers" publiziert. Damit wurde auch klar, wie sehr das amerikanische Volk von der Johnson-Administration mit positiven Kriegsmeldungen aus Vietnam jahrelang in die Irre geführt wurde.

McNamara wurde zum beliebtesten Sündenbock in den USA für den fehlgeschlagenen Vietnameinsatz, vor allem auch, als er 1995 seine Memoiren zum Vietnamkrieg In Retrospect veröffentlichte. Er untersuchte in diesem Buch seine Motive und Entscheidungen in der Eskalation in Vietnam und gab Fehler zu.

Die USA hätte nie Soldaten nach Vietnam schicken sollen, sondern die Südvietnamesen ihr Land gegen die Kommunisten des Nordens verteidigen lassen sollen. Viele US-Soldaten vergaben ihm nie, dass er seine inneren Zweifel über eine Eskalation 1967 zugab. Sie machten ihn für den Verlust ihrer Kameraden verantwortlich.

-> Robert S. McNamara, In Retrospect


Einzigartige Memoiren


Natürlich trugen viele am amerikanischen Vietnamfiasko die Verantwortung, nicht nur McNamara. Die Präsidenten Kennedy, Johnson und Nixon, samt ihren Beraterstäben; die "Mandarine" im Pentagon, die die Strategie bestimmten; und nicht zuletzt auch die "stille Mehrheit" konservativer US-Wähler, die 1968 Nixon zum Präsidenten machten und damit den Krieg und den schneckenlangsamen Rückzug auf vier weitere Jahre ausdehnten.

McNamaras frappierende Offenlegung seiner Agonie in der Entscheidungsfindung im Vietnamkrieg ist einzigartig in der historischen Memoirengeschichtsschreibung. In Retrospect, sowie sein Interviews in Errol Morris' Film Fog of War (2003), der auch einen Oscar als bester Dokumentarfilm erhielt, sind das Gegenteil der üblichen apologia pro vita sua von Politikern.

Er erforscht zutiefst sein Gewissen, hadert mit sich selbst und konzediert Fehler. Er geht aber nie soweit, sich zu entschuldigen für seine Fehlleistungen (was auch Richard Nixon in seinen berühmten Interviews mit David Frost nie getan hat).

-> Errol Morris, Fog of War


Verdient Respekt


McNamara kam nie mehr von seinen politischen Entscheidungen in der Eskalation des Vietnamkrieges los. In einem von Historikern organisierten Projekt verbrachte er viele Tage in Diskussionen mit den Hauptentscheidungsträgern Nordvietnams. Die Ergebnisse der Konferenzen wurden in McNamaras Buch "Argument Without an End" aufgezeichnet.

Im Eingehen auf die Perspektiven Hanois wurde ihm klar, wie falsch sein Verständnis der nordvietnamesischen Beweggründe und Motivationen war. Auch mit Fidel Castro sowie kubanischen und sowjetischen Entscheidungsträgern setzte er sich zusammen. Auch hier musste er konzedieren, dass falsche Perzeptionen des Gegners die Welt beinahe in einen Nuklearkrieg gestürzt hätten.

Solcher Mut von Politikern ist rar, die eigene politische Karriere zu hinterfragen und Fehler zuzugeben. McNamaras persönliche Hinterfragung der Details seiner Entscheidungen im öffentlichen Dienst sowie seine Auseinandersetzung mit der Komplexität der Geschiche, in der er einen wichtigen Part spielte, verdient den Respekt der Historiker, die darauf aufbauen können.

Sein Beitrag zur Eindämmung der Kernwaffen-freundlichen Pentagon-Generäle zur Erhaltung des Friedens zwischen den Supermächten im nuklearen Zeitalter verdient weltweite Achtung.

[27.7.09]

Sunday
21Dec2008

sehepunkte - 8 (2008), Nr. 12

Melvyn P. Leffler: For the Soul of Mankind. The United States, the Soviet Union, and the Cold War, New York: Hill and Wang 2007, 586 S.,
ISBN 978-0-8090-9717-3,
USD 35,00

Rezensiert von: Günter Bischof
Department of History, University of New Orleans

Melvyn P. Leffler ist mit John Lewis einer der Nestoren der amerikanischen Kalter-Krieg-Forschung. Beide haben sie diese seit 30 Jahren immer wieder neu belebt und das Hauptnarrativ dieser entscheidenden Epoche des 20. Jahrhunderts stark geprägt. Lefflers Buch zur Nationalen Sicherheitspolitik der Truman-Administration wird zu Recht als Klassiker bezeichnet. [1] Mit seinem neuen Buch For The Soul of Mankind legt Leffler nun eine reife Abhandlung zum Kalten Krieg vor, dessen Ende und zunehmende Historisierung in den letzten Jahren einige der besten Kalter-Krieg-Historiker angespornt hat, Überblicksgeschichten bzw. umfassende Analysen zu wagen. [2] Der fleißige Leffler beeindruckt wie immer mit seiner bestechenden Empirie und seiner Kenntnis der ausufernden englischsprachigen Sekundärliteratur (fremdsprachige Literatur bleibt allerdings unberücksichtigt). Es gibt wohl kaum einen Historiker, der eine solche intime Kenntnis der einschlägigen amerikanischen Archive - neben den zahlreichen Beständen des Nationalarchivs in College Park auch der vielen präsidentiellen Zweigarchive - hat wie Leffler. Er hat sich auch bemüht, alle zugänglichen Sammlungen ins Englische übersetzter Akten aus russischen, chinesischen und osteuropäischen Archiven einzusehen und hat sogar Mitarbeiter zu den Kopiensammlungen russischer Akten, die in amerikanischen Bibliotheken deponiert sind, geschickt.

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Saturday
20Sep2008

Wieder ein Hurrikan

"Die Furche"Center Austria Director Guenter Bischof in Die Furche about living with the threat of Hurricanes. In German.

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Monday
15Sep2008

Die Neue Welt nach Amerika

Salzburger Nachrichten

Interview with Günter Bischof in Austrian daily Salzburger Nachrichten - in German
Günter Bischof im Interview mit den Salzburger Nachrichten.

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Monday
01Sep2008

Amerika und Europa: Eine Liebesgeschichte?

Interview with Dr. Bischof in Neue Südtiroler Tageszeitung, Wednesday, August 27, 2008. In German.

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Thursday
06Mar2008

10 Years Center Austria : ORF

Center Austria's 10th birthday was also recognized by Austrian federal broadcaster ORF.
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Wednesday
13Feb2008

"Spirit" mit Mellau und Lustenau

VN-top.jpgNew Orleans und Innsbruck. Eine innige Beziehung mit Vorarlberger Hauptdarsteller. in Voarlberger Nachrichten

Austrian paper Vorarlsberger Nachrichten highlights work of Austrians at UNO (in German).

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Monday
11Feb2008

Gesucht: Finanz-Wunderwuzzi

furche.jpgBei Wirtschaft und Finanzen muss der künftige US Präsident anfangen, die Bush-Scherben aufzuräumen. Und beim Kitten des diplomatischen Geschirrs darf er nicht aufhören. Von Günter Bischof

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Saturday
09Feb2008

Election Commentary: Revolutionäre Wende in USA (in German)

oesterreich.jpgDass ein schwarzer Politiker in Iowa gewinnt, ist für den in den USA lebenden Historiker Günter Bischof eine Revolution.

 

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Monday
22Oct2007

„New Orleans wird auch ,Katrina‘ überleben“

sn_bischof.jpg 

Günter Bischof in an interview with "Salzburger Nachrichten", in German. 

Wie steht es zwei Jahre nach demHurrikan „Katrina“um die Jazz-Geburtsstadt undMusikmetropoleNew Orleans? Der österreichische, in NewOrleans lebende Historiker Günter Bischof imSN-Gespräch.

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Monday
04Dec2006

Winston S. Churchill and the Cold War, 1945-1955: In Search of Summitry and Détente with the Kremlin

Lecture to the Churchill Society of New Orleans, Windsor Court Hotel, November 30, 2006

Winston S. Churchill and the Cold War, 1945-1955: In Search of Summitry and Détente with the Kremlin

Günter Bischof, University of New Orleans

Next to the dictators Adolf Hitler, Josef Stalin, Mao Zedong, the democratic politicians Winston Churchill and Franklin Delano Roosevelt, Charles DeGaulle and Konrad Adenauer were arguably giants among 20th century leaders. This suggests that we tend to value the leaders and peacemakers of the World War II era even more highly than the leadership of the Great War.

Even though the legacies of World War I changed the international arena as profoundly as did World War II, Woodrow Wilson, Lloyd George and Georges Clemenceau were less successful in shaping a peaceful world. Moreover, the Russian Czar, the German Kaiser and the Habsburg Emperor lost their empires while the former predominance of European royalty in world affairs began to fade into the past. Among all these giants, Churchill may well be the most colorful figure. Stalin (1926-53) and Mao (1949-76) wielded their dictatorial powers for 27 years, Adenauer (1949-63) for 14 years, Roosevelt (1933-45), de Gaulle (1945, 1958-69) and Hitler (1933-45) governed the fate of their nations for 12 years; Churchill (1940-45, 1951-55) governed his for a “mere” 9. Yet governing beyond the age of 80 and hanging to be 90, Churchill lived the longest and most productive life of them all.

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Tuesday
31Oct2006

Book Review: The Slow Retreat from a Well-Heeled Welfare State

Whoever wants to do business with colleagues and officials in Austria, and especially in Vienna, had better know the vacation schedule of Austrians. Many of them will be on vacation (and thus will not answer e-mails and phone calls) for two weeks over Christmas/New Year, a week skiing with their children in February, another week over Easter, a couple of long Wednesday-to-Sunday weekends in the Tuscan hills in May/June, when the Catholic holidays are being strictly observed by most Austrians (many of whom no longer go to church) and of course four weeks during July/August (reserved for longer journeys to Brazil and so on). This tightly argued little book tells us why Austrians have had, since 1976, at least four weeks of vacation (and why many people enjoy up to two months off once theyhave been employed at the same place for many years).

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Wednesday
19Jul2006

"Die Insel der Seligen“

Die Reihe "Österreich - Zweite Re publik", die von der Kulturabtei lung der Stadt Wien zum Anlass der Jubiläumsjahres 2005 initiiert wurde, soll in 20 handlichen roten Bändchen die wichtigsten Themen der Nachkriegsgeschichte einem breiten Publikum näher bringen. Diese Essays wollen keine "Summa" bieten, sondern geistreiche Einstiege ermöglichen, und als solche sind sie durchaus gelungen. Für sein volksbildnerisches Projekt einer roten Reihe, in der alten sozialdemokratischen Tradition der Stadt Wien, hat Hubert Christian Ehalt so manche der besten heimischen Köpfe gewonnen.

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Wednesday
19Jul2006

Kein dummer Cowboy

Womit sich Bush-Kritiker nicht beschäftigen wollen, ist die bedenkliche Art, wie Bush das inner-amerikanische Machtgefüge seit 9/11 zu Gunsten der "exekutiven Macht" des Präsidenten manipuliert hat. Ist Präsident Bush "ein dummer texani scher Cowboy"? Nein, das ist ein gängi ges europäisches Stereotyp, das an der Wirklichkeit total vorbeigeht. Ein an den Eliteuniversitäten Yale und Harvard ausgebildeter Bush kann so dumm nicht sein. Es ist wahr, er war das verwöhnte "schwarze Schaf" der Familie Bush, aber nach seiner "Sturm- und Drangzeit", als er in die Öl- und Sportindustrie und dann die Politik ging, hat er sich nicht schlecht geschlagen für einen anfänglichen Versager.

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Wednesday
19Jul2006

Der Tod einer amerikanischen Stadt?

Verzweiflung und Enttäuschung kennzeichnen die Stimmung in New Orleans 100 Tage nach dem Hurrikan Katrina. Vor gut 100 Tagen hat der Monster- Hurrikan Katrina große Teile der amerikanischen Golfküste zerstört und zu katastrophalen Überschwemmungen in New Orleans geführt. Nach anfänglichen Durchhalteparolen ("die Stadt wird größer und besser wieder aufgebaut werden"), beginnt jetzt die Wirklichkeit einzusetzen. Es wird viele Jahre dauern, bis New Orleans nur halbwegs wieder so dastehen wird, wie die lebenswerte Stadt vor dem 28. August existierte.

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