Die Revolte der Desinteressierten
Monday, November 10, 2008 at 05:06AM Was führte zum deutlichen Sieg des demokratischen Kandidaten Barack Obama? Ein Rückblick auf einen langen und harten Wahlkampf ums Weiße Haus.
Von Günter Bischof
Die Präsidentschaftswahl 2008 war ein überlanger Wahlmarathon, der eigentlich schon während des Parteitags der Demokraten 2004 in Boston begonnen hat. Damals wurde der (noch) Senats-Kandidat aus Illinois, Barack Obama, mit seiner eloquenten Rede zur Sensation und zur Zukunftshoffnung der Demokratischen Partei. Er wurde noch im darauf folgenden Herbst zum Senator gewählt, zwei Jahre später kündigte er seine Kandidatur an. Zwei Jahre lang befand sich der unermüdliche und immer frisch wirkende Obama auf dem „campaign trail“. Er lernte rasch und wurde mit jedem Tag ein schlauerer Politiker, der gerade in außenpolitischen Fragen dazulernte. Das gibt Hoffnung auf einen „schnellen Lerner“ im Weißen Haus, was auch die jungen, relativ unerfahrenen Gouverneure Jimmy Carter und Bill Clinton 1976 und 1992 als frisch gewählte Präsidenten auszeichnete.












